Foto: Ned Alley.Foto: Ned Alley

Louis-Jeantet Medizin-Preis wurde an Edvard und May-Britt Moser verliehen

Letzte Aktualisierung: 02.05.2011 // Die zwei norwegischen Gehirn-Forscher Edvard und May-Britt Moser erhalten den Louis-Jeantet Medizin-Preis 2011. Die Auszeichnung bekommen sie unter anderem für die Entdeckung der sogenannten 'grid cells'.

Die Louis-Jeantet-Stiftung hat 2011 den Louis-Jeantet-Preis für Medizin an Edvard und May Britt Moser verliehen. Die zwei Forscher haben innerhalb der Hirnforschung Entdeckungen von grosser medizinischer Bedeutung gemacht.

Edvard und May-Britt Moser haben unser Verständnis von dem Zusammenhang von Erinnerung und Ortsinn durch Untersuchungen von Nagetiere erweitert. Durch die Entdeckung von „grid cells“ haben es die Forscher geschafft, die räumliche Erinnerung im Gehirn zu lokalisieren. Grid cells sind Neuronen, die eine spezifische Funktion in der räumlichen Vorstellung haben. Dies erlaubt Säugetiere sich zu orientieren und sich von einem Ort an den anderen zu bewegen. Das biologische Fundament der Erinnerung ist durch diese Forschung ermittelt worden, was für das Verständnis und somit auch die Bekämpfung von Krankheiten wie Alzheimer wichtig wird.

Edvard Moser und May-Britt Moser sind Leiter und Co-Leiter des "Senter for hukommelsesbiologi" (Erinnerungsbiologie) und „Kavli Centre for Systems Neuroscience“ der Norwegischen Universität für Naturwissenschaft und Technologie in Trondheim.

Der Louis-Jeantet-Preis für Medizin wird durch die Louis-Jeantet-Stiftung in Genf verliehen und besteht aus einem Forschungs-Stipendium von 600'000 CHF, sowie einem persönlichen Beitrag von 100'000 CHF.

  


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