Der Aussenminister ging besonders auf die Problematik rund um die 2007/2008 begonnene Finanzkrise ein, von der Norwegen heute noch die Folgen bemerkt. Er betonte insbesondere Aspekte der Finanzkrise, die die Aussenpolitik beeinflussen.
Der arabische Frühling stehe am Anfang, nicht am Ende, sagte der Aussenminister. Norwegen wird weiter für Demokratie und Menschenrechte in Nord-Afrika und im Mittelosten plädieren. Präsident Assad trage Verantwortung für die Situation in Syrien. Die arabische Liga müsse eine Lösung in der Region finden und Norwegen verfolgt diese Arbeit.
Weiter ging der norwegische Aussenminister auf den Iran ein, der bei seinen Nachbarländern Angst und Unsicherheit mit seiner Atompolitik verbreitet. Norwegen bestreitet nicht sein Recht auf Atomkraft für friedliche Zwecke, doch der Iran muss die Unsicherheit der Atomreaktoren verringern.
Zu den Themen Engagementspolitik, Menschenrechte und Demokratie wird sich Norwegen weiter für den Kampf gegen Menschenverfolgung und für den Schutz marginalisierten Gruppen einsetzen. Es wird in dieser Hinsicht besonders Wert auf Frauen gelegt.
In Israel und Palästina herrschen eher Gegensätze als ein Übereinkommen. Norwegen unterstützte Palästina in der UNO, ihr Anliegen vorzuführen, und wird weiterhin Wiederaufbaumaßnahmen in Palästina unterstützen.
In Myanmar hat sich in letzter Zeit sehr viel, zum Teil unerwartet, verändert. Die Entlassung hunderter Bürgerrechtler, Aung San Suu Kyi und der Partei National League for Democracy zeigt grosse Entwicklung in richtiger Richtung, so Gahr Støre.
Das Verhältnis zu China ist seit der Nobel Friedenspreisverleihung 2010 noch immer angespannt, doch die Zusammenarbeit ist 2011 gestiegen. Ein gutes Verhältnis zu China ist wichtig für Norwegen, da unsere Länder auf viele Gebiete zusammenarbeiten, sagte Gahr Støre.
Die Sicherheit in Afghanistan ist ein Problem, das die afghanische Politik beeinflusst. Der Konflikt dort hat keine militärische Lösung, sondern eine politische. Norwegen wird eine politische Lösung der Afghanen unterstützen.
Das enge Verhältnis zu den USA soll weiter gepflegt werden - dazu hat der Besuch des Königspaares beigetragen. In der NATO steht eine spannende Zeit bevor, da sich die finanzielle Situation unserer Alliierten verändert hat. Die USA reduziert ihr Verteidigungsbudget, während Russland und China ihre Budgets vergrößern.
Weiters legt der Aussenminister dar, welche Gebiete der Welt eine Herausforderung darstellen könnten, beispielsweise der West-Balkan, ein von inneren Unruhen geprägtes Gebiet. Norwegen führt gute Verbindungen sowohl zu Kosovo als auch zu Serbien, und Norwegen freut sich auf den Tag, an dem sie eine interne Lösung finden.
Die Regierung verfolgt auch die Situation in Russland genau. Noch nie hatten Russland und Norwegen so viele Kontaktpunkte wie heute. Allerdings erwartet Norwegen, dass die Präsidentenwahlen 2012 korrekt und demokratisch vorgehen.
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